Die SEEBURGER Business Integration Suite (BIS) zählt zu den führenden EDI-Plattformen in Europa — über 40 Jahre Erfahrung, mehr als 20.000 vorkonfigurierte Handelspartner-Anbindungen und Unterstützung für jeden relevanten EDI-Standard. FlexxLink ist der Integrationsclient, der Dynamics 365 Finance & SCM direkt mit der SEEBURGER BIS verbindet — ohne Middleware und ohne individuelle Mapping-Projekte.

Diese Seite erläutert, wie die beiden Systeme zusammenspielen, was out of the box zur Verfügung steht und was die Anbindung eines neuen Handelspartners erfordert.

FlexxLink wird direkt in Dynamics 365 installiert und steuert die gesamte EDI-Logik auf der D365-Seite — Belegvalidierung, Partnerprofile, Nachrichtensteuerung und Monitoring. Die Kommunikation mit der SEEBURGER BIS läuft über einen bidirektionalen Webservice. Die SEEBURGER BIS übernimmt alles ausserhalb von D365: die Übersetzung der EDI-Standards (EDIFACT, ANSI X12, XML), die Übertragung per AS2/SFTP sowie die Anbindung an die Handelspartner.

Das Ergebnis: keine separate Middleware, kein manueller Dateiaustausch, keine Daten, die D365 unnötig verlassen. Nachrichten fliessen in beide Richtungen — ausgehend von D365 zum Partner und eingehend vom Partner zurück nach D365 — vollständig automatisiert.

Ebene System Zuständigkeit
ERP Dynamics 365 + FlexxLink Belegverarbeitung, Validierung, Partnerprofile, Monitoring
Transport REST-API-Webservice Standardisierter Nachrichtenaustausch zwischen FlexxLink und BIS
EDI-Plattform SEEBURGER BIS Übersetzung der EDI-Standards, Übertragung per AS2/SFTP, Partnernetzwerk

Über 20.000 vorkonfigurierte Handelspartner-Anbindungen

Die SEEBURGER BIS bringt vorkonfigurierte Mappings für über 20.000 Handelspartner weltweit mit. Für den Grossteil der Partner aus Handel, Automotive und Logistik ist kein Mapping-Projekt erforderlich — die Anbindung wird konfiguriert, nicht entwickelt.

Performance bis zu 100.000 Nachrichten pro Tag

Die Architektur aus FlexxLink und BIS ist auf hohe Volumen ausgelegt. Unterstützt wird ein Durchsatz von bis zu 100.000 EDI-Nachrichten pro Tag. Damit eignet sich die Lösung auch für grosse Lieferketten mit zahlreichen parallel aktiven Handelspartnern.

Alle gängigen EDI-Nachrichtentypen

Nachrichtentyp Beschreibung Richtung
ORDERS Bestellung Ausgehend
ORDCHG Bestelländerung Ausgehend
ORDRSP Auftragsbestätigung / Antwort Eingehend
DESADV Lieferavis (Advance Shipping Notice) Eingehend
INVOIC Rechnung Eingehend
REMADV Zahlungsavis Ausgehend

Konfigurierbare Validierungsregeln

FlexxLink enthält einen Validierungskatalog, der festlegt, was bei jeder ein- oder ausgehenden Nachricht geprüft wird. Regeln können automatisch ausgeführt werden — nicht konforme Nachrichten werden abgewiesen, bevor sie die Geschäftslogik von D365 erreichen — oder zur manuellen Prüfung gekennzeichnet werden. Die Validierungsregeln werden je Partnerprofil konfiguriert, sodass strengere Anforderungen für wichtige Partner die übrigen nicht beeinflussen.

Vollständiges Nachrichten-Monitoring in D365

Jede Nachricht — gesendet, empfangen, ausstehend oder fehlgeschlagen — wird in Dynamics 365 nachverfolgt. Für den täglichen Betrieb ist kein separater Zugriff auf das BIS-Portal nötig. Der Nachrichtenstatus lässt sich einsehen, Nutzdaten prüfen und ein erneuter Versand anstossen, ohne D365 zu verlassen.

FlexxLink erfasst zudem die SEEBURGER-Rückmeldung zu jeder ausgehenden Nachricht. So lässt sich die Zustellung durchgängig bestätigen — nicht nur, dass die Nachricht D365 verlassen hat, sondern dass SEEBURGER sie erfolgreich empfangen hat. Sollte ein Handelspartner behaupten, eine Bestellung nie erhalten zu haben, ist die Zustellbestätigung direkt in D365 sichtbar.

EDI-Transparenz auf jedem Beleg

FlexxLink ergänzt Bestellungen, Verkaufsaufträge, Kunden- und Lieferantendatensätze um EDI-Infoboxen. Von jedem Beleg aus ist ersichtlich, welche Nachrichten für den jeweiligen Vorgang gesendet oder empfangen wurden, welchen Status sie haben und ob sich die Partnerschnittstelle im Test- oder Produktivmodus befindet — ohne den Datensatz zu verlassen.

Für Einkauf, Verkauf und Kreditorenbuchhaltung stehen dedizierte Arbeitsbereiche zur Verfügung, die jedem Team einen zentralen Überblick über die EDI-Aktivität geben. Microsoft-Teams-Benachrichtigungen lassen sich so konfigurieren, dass eingehende Nachrichten eine Teams-Meldung auslösen und Nutzer direkt zum betreffenden Beleg springen können.

Neue Handelspartner-Anbindungen entstehen durch Konfiguration, nicht durch Entwicklung. Auf der FlexxLink-Seite umfasst dies typischerweise folgende Schritte:

  1. Handelspartner-Datensatz in FlexxLink anlegen (GLN-Code, Kontonummer oder Barcode — je nachdem, was der Partner verwendet)
  2. Zu aktivierende Nachrichtentypen auswählen (z. B. Verkaufsauftrag eingehend, Auftragsbestätigung ausgehend, Rechnung ausgehend)
  3. Validierungsprofile je Nachrichtentyp zuweisen — Standardprofile nutzen oder eigene Regeln konfigurieren
  4. Endpunkt festlegen: SEEBURGER BIS oder eine Alternative für Partner ausserhalb des Seeburger-Netzwerks
  5. Profil aktiv schalten und erste Testnachrichten über Postman oder die Seeburger-Testumgebung durchführen

Auf der SEEBURGER-Seite werden die Partner-Mappings installiert und der Partner-Endpunkt konfiguriert. Ist der Partner bereits im Netzwerk von SEEBURGER vorhanden (über 20.000 Anbindungen), handelt es sich um einen Standard-Installationsschritt ohne Mapping-Entwicklung.

Partner ausserhalb von SEEBURGER: Bei den meisten Seeburger-Kunden sind rund 90 % der Partner über die BIS angebunden. Für die übrigen Partner unterstützt FlexxLink alternative Endpunkte — Lasernet, Azure Logic Apps oder Direktverbindungen — konfigurierbar auf Ebene des Belegtyps. Eine zweite Integrationsplattform ist nicht erforderlich.

Die SEEBURGER BIS ist in vier Betriebsmodellen verfügbar — die FlexxLink-Integration funktioniert mit allen:

  • BIS: On-Premises

  • BIS: Public Cloud

  • BIS: iPaaS

  • BIS: Full service

    Die Kombination aus FlexxLink, SEEBURGER BIS und Dynamics 365 Finance & SCM bietet eine leistungsstarke Lösung zur Automatisierung und Optimierung der Geschäftsprozesse.

    Durch die nahtlose Integration dieser Systeme ergeben sich eine höhere Datenkonsistenz, optimierte Abläufe und mehr Effizienz über die gesamte Lieferkette hinweg.

    Bei geringen einmaligen Kosten und kurzen Projektlaufzeiten steht der Anbindung der SEEBURGER BIS mit FlexxLink nichts im Weg.

    Häufig gestellte Fragen

    1Setzt FlexxLink ein bestimmtes Betriebsmodell der SEEBURGER BIS voraus?
    Nein. FlexxLink verbindet sich per Webservice mit der SEEBURGER BIS — unabhängig davon, ob die BIS On-Premises, in der Cloud oder als vollständig verwalteter Service betrieben wird. Das Betriebsmodell ist eine Entscheidung von SEEBURGER und keine Einschränkung durch FlexxLink.
    2Wie wird der BIS-Kanal auf der SEEBURGER-Seite konfiguriert?
    Die BIS-Prozesse für FlexxLink sehen aus wie standardmässige BIS-Prozesse. Auf der BIS-Seite werden die Partner-Mappings installiert und der Partner-Endpunkt je Nachrichtentyp konfiguriert. Dies übernimmt SEEBURGER oder ein SEEBURGER-Partner; Änderungen an der D365- oder FlexxLink-Konfiguration sind dafür nicht nötig.
    3Lassen sich Validierungsregeln nach dem Go-live ändern?
    Ja. Die Validierungsregeln werden in der FlexxLink-Konfiguration verwaltet und lassen sich jederzeit ohne Entwicklungs-Release anpassen. Änderungen werden für neue Nachrichten sofort wirksam. Bereits in Verarbeitung befindliche Nachrichten sind davon nicht betroffen.
    4Wie wird FlexxLink lizenziert?
    Pauschales Abonnementmodell ohne Transaktionsgebühren und ohne versteckte Kosten. Eine kostenlose Testphase von 30 Tagen ist verfügbar. Für Preisinformationen genügt eine Anfrage bei Soluvine.
    5Was passiert, wenn eine Nachricht die Validierung nicht besteht?
    Je nach Konfiguration der Validierungsregel wird die Nachricht entweder automatisch abgewiesen (mit einer Fehlerrückmeldung an den Handelspartner) oder in eine manuelle Prüfwarteschlange in D365 gestellt. Die Nachricht lässt sich dort einsehen, bei Bedarf korrigieren und zur erneuten Verarbeitung freigeben.
    6Lassen sich mehrere Handelspartner mit unterschiedlichen EDI-Standards anbinden?
    Ja. Die SEEBURGER BIS übernimmt die Übersetzungsebene der Standards — EDIFACT, ANSI X12, XML und weitere — transparent. FlexxLink kommuniziert stets mit der BIS, unabhängig davon, welchen Standard der Handelspartner auf seiner Seite einsetzt.

    Möglichkeiten mit FlexxLink